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Tetanus-Impfung beim Pferd – eine wichtige Gesundheitsvorsorge

30. November 2020 | Pferd

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Das sollten alle Pferdehalter über die Impfung wissen

Neben anderen Impfungen gehört sie, wie bei den Menschen auch, zur Gesundheitsvorsorge jedes Pferdes: die Tetanus-Impfung. Denn auch Pferde werden täglich den gefährlichen Krankheitserregern ausgesetzt, ob bei Ausflügen, Transporten, Turnieren oder auch beim normalen Grasen auf der Weide. Deshalb ist es wichtig, ihnen mit Impfungen den nötigen Schutz vor Infektionen zu gewähren.

Darum müssen Pferde geimpft werden

Impfungen sind eine wichtige Maßnahme, um Infektionen und Erkrankungen vorzubeugen und daher auch unerlässlich für Pferdehalter, um die Gesundheit des Pferdes zu erhalten. Das Immunsystem wird durch die Impfung gegen spezifische Krankheitserreger „trainiert“, sodass Erreger abgewehrt und durch sogenannte Gedächtniszellen auch Monate- oder Jahrelang erkannt und bekämpft werden. Einige Impfungen werden empfohlen, andere sind Pflicht. Zu Letzterem gehört unter anderem die Tetanus-Impfung.

Tetanus und warum eine Impfung dagegen so wichtig ist

Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine bakterielle Infektion, deren Symptome durch die Freisetzung des sogenannten Tetanustoxins dieses Bakteriums hervorgerufen wird. Die Sporen des Bakteriums kommen fast überall in der Umwelt vor, besonders im Boden, und gelangen in der Regel über Wunden der Pferde in den Körper. Die Infektion greift unter anderem die muskelsteuernden Nervenzellen an und nimmt oftmals ein tödliches Ende. Durch die Impfung kann das verhindert werden, indem der Organismus Antikörper bildet, die gezielt das Tetanustoxin abwehren und eine Immunität dagegen bewirken. Da Pferde sich schon bei kleinsten Verletzungen infizieren können, ist eine Tetanus-Impfung also nicht nur wichtig, sondern laut der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) auch eine verpflichtende Maßnahme aller Pferdehalter. Neben der Impfung gegen Influenza und gegen Herpesviren zählt sie zu den sogenannten „Core-Impfungen“. Core-Impfungen richten sich gegen Krankheitserreger gegen die jedes Pferd zu jeder Zeit geschützt sein sollte. Und da die Impfung der einzig wirksame Schutz gegen Tetanus ist und die Erkrankung zudem lebensbedrohlich für das Pferd ist, gilt das Nicht-Impfen als unverantwortlicher Verstoß gegen den Tierschutz.

Das sollte bei der Impfung beachtet werden

Grundvoraussetzung für einen wirksamen Impfschutz ist die richtige Ausführung. Die Prävention gegen die Krankheit Tetanus gliedert sich in der Regel in drei Impfungen innerhalb eines vorgegebenen Intervalls. Die erste Impfung sollte bei einem Fohlen ab sechs Monaten erfolgen. Damit das Immunsystem auf den Impfstoff reagieren kann, folgt die zweite Impfung etwa vier bis sechs Wochen nach der ersten Impfung und die dritte Impfung wiederum etwa 12 Monate nach der zweiten. Die folgende Abbildung fasst die Impfempfehlungen der Core-Impfungen (Tetanus, Influenza (EIV) und Herpes (EHV)) zusammen.  

Sind Pferde bei der ersten Impfung schon älter bzw. ist der Impfstatus nicht klar, sollten die gleichen Intervalle wie bei Fohlen angewendet werden.

Wichtig: Es dürfen nur gesunde Pferde geimpft werden, um eine optimale Immunantwort zu erhalten. Deshalb sollte das Tier vor der Impfung vom Tierarzt gründlich untersucht werden.

Das ist nach der Impfung wichtig

Jedes Pferd reagiert anders auf eine Impfung. Das Immunsystem muss sich nämlich erstmal mit dem Impfstoff auseinandersetzen und das kann folgende Symptome mit sich bringen:

  • Erschöpfung und Mattigkeit
  • Schwellung der Einstichstelle
  • leichtes Fieber (in seltenen Fällen)

Um das Immunsystem nicht zusätzlich zu belasten, sollte das Pferd also unmittelbar nach der Impfung nicht überanstrengt werden. Wie bei Menschen auch, steht dann Ruhe an oberster Stelle.

Nach der ersten Grundimmunisierung sollte die Impfung gegen Tetanus alle zwei bis drei Jahre aufgefrischt werden, um den Impfschutz aufrecht zu erhalten. Wann der nächste Zeitpunkt ist, sollte jedoch unbedingt mit dem Tierarzt besprochen werden – ebenso der Einsatz weiterer Impfungen, etwa gegen das West-Nil-Virus oder gegen Pilzerkrankungen.

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