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Flöhe bei Katzen

29. Januar 2020 | Katze

juckreiz floehe bei katzen

Flöhe vermehren sich schneller, als man gucken kann: die kleinen Parasiten entwickeln sich in 3-4 Wochen von einer Flohlarve zum erwachsenen Floh – der sich wiederum vermehrt. Daher gilt bei einem Verdacht auf Flöhe bei Katzen auch sofortiges Handeln, damit sie nicht unnötig lange leiden. Denn von allein verschwinden Flöhe in der Regel nicht.

Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist die häufigste Flohart, die bei Katzen in Deutschland zu finden ist. Dabei befällt sie – entgegen ihres Namens – aber auch Hunde, Vögel oder kleinere Säugetiere. Der Katzenfloh ist ca. 1-2 Millimeter groß und ernährt sich von Blut. Seine Beine sind Sprungfeder-ähnlich, daher ist ein Befall von Tier zu Tier oder aus der Natur auf ein Tier kein Problem. Und das kommt oft vor: Denn Flöhe sind bei Katzen und anderen Haustieren die am häufigsten vorkommenden Parasiten.

Wie machen sich Flöhe bei Katzen bemerkbar?

Wenn eine Katze Flöhe hat, kann sich das auf unterschiedliche Art und Weise zeigen. Ein häufiges Indiz ist das Kratzen, denn ein Flohbefall geht oft mit Juckreiz einher. Dieser wird von Zeit zu Zeit stärker, da sich die Flöhe sehr schnell vermehren. Die weiblichen Flöhe legen Larven im Fell der Katzen ab und werden dann nicht nur dort, sondern beim Herunterfallen auch in der gesamten Wohnung verteilt. Doch nicht nur Juckreiz, sondern auch Unruhe oder Hautentzündungen können mögliche Alarmsignale für einen Befall sein. Es kann auch sein, dass die Haustierhalter die Flohbisse zuerst an sich selbst entdecken. Denn für den Katzenfloh ist auch der Mensch ein attraktiver Wirt. Das ist nicht immer ungefährlich, denn Flöhe können zum Beispiel die Katzenkratzkrankheit auf Menschen übertragen. Diese ist zwar oftmals harmlos, kann aber unter anderem zu bakteriellen Infekten, Gelenkschmerzen und Störungen des zentralen Nervensystems führen. Durch Kratzen oder Beißen der Katze kann diese Erkrankung übertragen werden, jedoch wird auch eine direkte Übertragung von dem Floh auf den Menschen vermutet.

Wie können Katzenflöhe erkannt und behandelt werden?

Wenn erste Signale auf Flöhe bei der Katze hindeuten, sorgt ein schneller Test für Gewissheit: bei Verdacht einfach das Fell der Katze mit einem Flohkamm durchgehen und anschließend auf einem weißen Blatt Papier abstreifen. Wenn schwarze Krümel zu sehen sind, ist dies ein erster Indikator. Feuchtet man das Papier an, gibt dies einen weiteren wichtigen Hinweis in der Diagnose: Wenn die Krümel bei Berührung mit Wasser rot werden, ist ein Flohbefall sehr wahrscheinlich. Bei den Krümeln handelt es sich dann nämlich um Flohkot, in denen sich das unverdaute Blut rot abzeichnet.

Den betroffenen Katzen hilft dann ein Antiparasitikum. Wichtig hierbei ist, nicht auf Produkte von Hunden oder sonstigen Haustieren zu setzen, da diese für den Katzenorganismus sehr gefährlich sein können. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem geeigneten Präparat für Ihre Katze. Die Anwendung des Antiparasitikums muss unbedingt regelmäßig und über einen längeren Zeitraum erfolgen. Denn oft ist auch die ganze Umgebung angesteckt und so stecken sich die Tiere immer wieder selbst an. Waschbare Textilien für 90 Grad in die Waschmaschine geben und auch Möbel, Kratzbäume und Teppiche mit einem passenden Spray behandeln. Wer mehrere Katzen hat sollte daran denken, alle zu behandeln. Zudem sollten alle anderen Tiere im Haushalt behandelt werden.

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