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Katzenseuche

29. Januar 2020 | Katze

Was ist es und wodurch wird sie verursacht?

Die feline Panleukopenie, auch Katzenseuche, Katzenpest oder Katzenstaupe genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die potenziell tödlich ausgehen kann. Junge, ungeimpfte Katzen sind für das widerstandsfähige Virus besonders empfänglich und gefährdet. Das Virus vermehrt sich sehr schnell im Verdauungstrakt, Knochenmark und dem Lymphsystem, weswegen die Symptome dort am stärksten sind. Das Virus ist sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen, daher kann es bis zu einem Jahr in der Umwelt überleben und von Katzen auch noch später oral aufgenommen werden. Kommt Ihr Tier also mit infizierten Ausscheidungen wie Kot, konterminierten Lagern und Futternäpfen in Verbindung, kann die Katzenpest übertragen werden.

Wie erkennen Sie die Katzenseuche an Ihrem Tier?

Da sich das Virus an den Verbreitungsstellen stark vermehren kann, ist der Verdauungstrakt meist am stärksten betroffen und infizierte Katzen zeigen Anzeichen wie Erbrechen oder blutigen Durchfall, die mit Fieber, Fressunlust und Mattigkeit einhergehen. Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsverlust kommt es sehr schnell zur Dehydration, Ihr Tierarzt wird außerdem eine hohe Abnahme an roten und weißen Blutkörperchen feststellen. Ist Ihre Katze gegen das Virus nicht geimpft, kann sie an den Folgen der Erkrankung sehr schnell sterben. Infiziert sich eine trächtige Katze mit der Katzenseuche, trägt das Gehirn der ungeborenen Kätzchen einen großen Schaden davon und es können sich im Falle des Überlebens starke Behinderungen in Gang und Gleichgewicht entwickeln.

Wie wird die Katzenseuche behandelt?

Sollten Sie die Symptome an Ihrer Katze bemerken, ist direktes Handeln sehr wichtig. Wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihren Tierarzt, der mithilfe von Labortests das Virus eindeutig ausmachen kann.
Des Weiteren wird er versuchen, die Symptome bestmöglich einzudämmen, auch wenn dies eine intensive Behandlung erfordert. In der Regel werden infizierte Tiere stationär aufgenommen und mit Antibiotika gegen Sekundärinfektionen behandelt. Spezielle Infusionen und Medikamente werden zur Kreislauf- und Immununterstützung gegeben und wirken dem Feuchtigkeitsmangel entgegen. Bei einem erkrankten Tier ist aufgrund des Ansteckungsrisikos eine Isolation und der Kontakt mit hohen Hygienestandards erforderlich, um eine Kontamination der Umwelt zu verhindern.

Wie können Sie einer Erkrankung vorbeugen?

Um eine Infektion und das damit verbundene Leid zu verhindern, ist eine Impfung Ihres Tieres sehr wichtig. Ist Ihre Katze trächtig, sollte der Impfstoff keine aktiven Viren enthalten, da auch diese kleinen Mengen ähnliche Auswirkungen wie bei der normalen Infektion auf das Gehirn der Kätzchen haben können.

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